Familienorientierung und Kooperation: Lücken bei der Versorgung psychisch und suchtbelasteter Familien schließen
| Von Benjamin Strahl und Ruth Vornefeld
In den letzten beiden Jahrzehnten ist es gelungen, die Belange von Kindern aus psychisch und suchtbelasteten Familien mehr in den Fokus der Fachöffentlichkeit und der Politik zu rücken. Dabei zeigt sich, dass Zugänge und abgestimmte Hilfen für die betroffenen Familien nur im Zusammenwirken unterschiedlicher Fachrichtungen und Institutionen gelingen können. Seit 2019 liegen breit konsentierte Handlungsempfehlungen vor, die bislang aber nur zögerlich umgesetzt werden. Das muss sich ändern: Erfolgreiche Konzepte müssen zügig in die Regelversorgung und in die Fläche gebracht werden. Denn zielgerichtete Prävention und frühe Intervention sind zentral, um einen weiteren Anstieg von psychischen und Suchterkrankungen in der Bevölkerung zu stoppen, die viel individuelles Leid und großen volkswirtschaftlichen Schaden verursachen.
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