Wendepunkte im Kita-System:
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KindgeRecht
Empfehlungen
für pädagogische Fachkräfte, Kindertagespflegepersonen, Einrichtungsleitungen,
Träger, Jugendämter, Fachverbände und Verantwortliche in Verwaltung und Politik

18 Seiten, Berlin 2017

Aus dem Inhalt:
  • Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften bzw. Kindertagespflegepersonen
  • Bildungsprogramme, pädagogische Konzepten und pädagogisches Alltagshandeln
  • Ausbildung, Fort- und Weiterbildungen sowie Reflexionsmöglichkeiten für pädagogische Fachkräfte und Kindertagespflegepersonen
  • Qualitätsentwicklung und Aufsicht
  • Beschwerdemöglichkeiten und Konfliktlösungsangebote
  • Gesetzliche Reformen mit Bezug zu Kinderrechten

Herausgegeben von der Deutschen Liga für das Kind und Save the Children Deutschland
3,00 EUR
Von der Systemrelevanz zur Vertrauenskrise
Kindertagesbetreuung zwischen gesellschaftlicher Akzeptanz, strukturellem Personalmangel und wachsender Segregation Von der Normalität zur Krise

| Von Franz Neuberger, Mariana Grgic und Susanne Kuger Deutsches Jugendinstitut (DJI)

Die Kindertagesbetreuung ist zur tragenden Infrastruktur einer Gesellschaft geworden,  die auf die Erwerbstätigkeit beider Elternteile setzt. Aktuell sind 42 Prozent aller Kita-Kinder von ungeplanten Schließungen betroffen, in mehr als 80 Prozent der Fälle wegen Personalmangels. Kausale Analysen zeigen, dass diese Schließungen das Wohlbefinden von Kindern und Müttern belasten — vor allem über die damit einhergehenden Qualitätseinbußen im laufenden Betrieb. Familien mit Einwanderungsgeschichte sind häufiger betroffen und stoßen auf wachsende Zugangsbarrieren, während bei Familien ohne besondere Belastungen die Nicht-Nutzung aufgrund von Qualitätsbedenken zunimmt. 

Es droht eine weitere Segregationsdynamik. Der seit 2022 deutliche Geburtenrückgang böte die Chance, dem mit besseren Personalschlüsseln entgegenzuwirken — wenn eine gezielte Steuerung verhindert, dass die Ungleichheit zwischen den Einrichtungen weiter zunimmt. Der Beitrag bündelt Ergebnisse aus einem breiten Forschungsprogramm des DJI und skizziert Ansatzpunkte für eine evidenzbasierte Gegensteuerung.

 
3,00 EUR
Qualität zwischen Zeitressourcen und Systemstabilität
Vier Thesen aus Trägerperspektive – mit Impulsen für Fachpolitik und Forschung

| Von Stefan Spieker und Nele Hage

Der Fachkräftemangel in der frühen Bildung wird meist vor allem als quantitatives Problem diskutiert: Zu wenig Personal gefährdet Qualität, Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe. Doch diese Perspektive greift zu kurz. Ein guter Fachkraft-Kind-Schlüssel ist eine wichtige Voraussetzung für pädagogische Qualität, aber kein Qualitätsversprechen. Entscheidend sind die reale Verfügbarkeit und Stabilität des Personals im Alltag. Krankheitsbedingte Ausfälle und unbesetzte Stellen zwingen Einrichtungen immer wieder in den Notfallbetrieb, reduzieren Planung und Reflexion und schwächen die Kontinuität von Beziehungen und Interaktionen. Der Stabilitätsfaktor sollte deshalb systematisch mit Qualitätsfragen verknüpft und in Steuerungslogiken stärker berücksichtigt werden. Der Beitrag formuliert vier Thesen zur Fachkräftedebatte und plädiert dafür, Qualität, Personal und Steuerung differenzierter zu betrachten - auch im Dialog von Wissenschaft und Praxis.

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3,00 EUR
Fachkräftemangel in Kitas: Warum Kinderschutz, Quereinstiege und Chancengerechtigkeit zusammen gedacht werden müssen
| Fragen von Prof. Dr. Sabine Walper an Sandra Clauß, Leiterin des Fachbereichs „Kinder und Familie“ im Landesjugendamt des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) in Nordrhein-Westfalen (NRW)
3,00 EUR