Deutschland hat seit 50 Jahren sehr niedrige Geburtenraten, und das Alter der Mütter bei der ersten Geburt ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich angestiegen. In den 2010er Jahren erlebte die Geburtenrate durch familienpolitische Reformen einen international viel beachteten Anstieg. Seit 2022 ist sie europaweit im Kontext multipler Krisen ein gebrochen. Allerdings sind die Kinderwünsche junger Frauen und Männer in Deutsch land und Europa höher als die tatsächlichen Geburtenraten. Im Schnitt halten Frauen und Männer in Deutschland sogar 2,2 Kinder für ideal.
Die niedrigen Geburtenraten haben langfristig erhebliche negative Auswirkungen auf Renten-, Pflege- und Gesundheitssystem sowie unseren Wohlstand – man sieht es heute bereits. Arbeitsmarkt, Medien und Politik können zu besseren Rahmenbedingungen für Familien und mehr Geburten beitragen. Dazu gehören insbesondere verlässliche Kinderbetreuungsangebote, familienfreundliche Arbeitszeitmodelle sowie bezahlbarer Wohnraum für Familien, die die Umsetzung bestehender Kinderwünsche sowie die Lebenswirklichkeit von Familien mit Kindern erleichtern können.
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